Posts Tagged ‘Studium’

Die Masterarbeit und die Kadaver – II

August 15, 2014

Die Fortsetzung zu dieser Geschichte bin ich ja nun schon lang genug schuldig. Nun denn…

Wir erinnern uns: Für einen Versuch (bzw. mehrere Versuche) im Rahmen meiner Masterarbeit benötigte ich einen bestimmten Typ an murinen¹ Leberzellen, sogenannte hepatische Sternzellen. In diesem Fall jedoch keine Zellen einer Sternzelllinie sondern primäre, frisch aus der Maus isolierte Sternzellen. Das Präperieren der Leber und die Isolation der Zellen machen nette Kolleginnen wenn man ihnen die Tiere bringt, und so stand ich dann eines Tages nach dem Abholen der Zellen – und der Mäuse – da: Hier 5 ml der Zellsuspension auf Eis, dort ein leerer Käfig und hier eine Plastiktüte mit vier Mäusen. Vier Mäusen die, so ohne Leber, doch entsprechend leblos waren. Okaay… ._.

Hier muss ich mal eingestehen: Die Geschichte ist so lange her, dass ich sie nicht mehr mit hunderprozentiger Sicherheit korrekt wiedergeben kann. Das war ja nicht das einzige mal, dass ich Sternzellen isolieren liess. Und beinahe jedes Mal gab es entweder beim Abholen der Tiere oder nach der Isolierung irgndwelche mehr oder weniger widrigen Umstände. Daher mische ich das alles mal zu einer einzigen Geschichte zusammen. Künstlerische Freiheit, et al. 😉 […] (more…)

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Die Masterarbeit und die Kadaver – I

November 16, 2013

Nur um den Titel: „Blut für den Blutgott!“ zu vermeiden.

Aber zunächst mal ein wenig Vorgeplänkel: Ja, hier war es die letzten Wochen ziemlich still. Sorry. Hier und da gabs zwar mal was bloggenswertes, aber letztendlich kam ich nie dazu. Masterarbeit halt. Da bin ich abends auch nicht mehr so zum Schreiben motiviert, am Wochenende ist dann genug anderes… Wies halt ist. Und irgendwelche Kleinigkeiten handle ich zur Zeit auch eher per Twitter ab, anstatt da einen ganzen Blogeintrag draus zu basteln – der dann auch recht kurz wäre.

Dennoch gibts jetzt doch mal wieder nen Eintrag! Inhaltlich, wer hätte das gedacht, zur Masterarbeit. Und die Geschichte, wie ich eines Tages verloren im Keller stand, mit einem Beutel antauender Kadaver in der Hand… Was man halt so macht.

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Einer von denen

September 10, 2013

Nur mal so eine spontane Eingebung, die ich grade hatte:

Ich erinnere mich dran, wie ich damals, vor sehr sehr langer Zeit – noch als Schüler! – mal zwecks Chemie-Schnupperstudium an einer nahen Uni war. Und was da so meine Eindrücke waren. Uni! Riesig! Und Studenten die da rumwuseln, auch aus hohen Semestern und an ihren Abschlussarbeiten am Arbeiten und all sowas. Gut, nicht dass ich damals besonders viel Ahnung von sowas hatte…

Und jetzt bin ich selber so einer von denen. o.O

Zugegeben, nicht Chemie. Und ja auch nicht mehr Diplomingenieur, aber das ist ned so tragisch. Und inzwischen ist mir auch klar dass Studenten auch nix anderes sind als Schüler, (fast) genau so chaotisch, etc, nur auf nem höheren NIveau. Und eine Ecke älter. Das auch.

Komisches Gefühl, wenn man so drüber nachdenkt.

Science… Nano-Science!

Juli 21, 2013

Auch so ein Thema, zu dem ich schon längst mal was schreiben (oder zumindest ein paar Fotos zeigen) wollte: Das Nanobiotechnologie/Biosensorik-Praktikum!

Das schöne an diesem Modul war ja, dass es mal was völlig anderes war als wir sonst so im Studium treiben. Ob das für später so viel bringt, keine Ahnung, wird sich zeigen. Aber schön und informativ wars allemal! Alleine wo wir mal ein paar Stunden in nem Reinraum verbracht haben (schöne Kombination, übrigens. Lange Haare und diese Reinraum-Plastikhauben…) um nen Silicium-Wafer zu strukturieren. Nix aufwändiges, nur mal mit Photolack beschichten, belichten, entwickeln und ätzen, um das mal gesehen und gemacht zu haben. Und es funktioniert! Zwar nicht optimal, aber dafür dass da ein paar Studenten erstmal sowas gemacht und mit bereits abgelaufenem Entwickler rumgepfuscht haben garned mal so schlecht. Wie gesagt: Das funktioniert wirklich, obwohl die einzelnen Handgriffe doch. recht unspektakulär und trivial sind. ^^

Einen Großteil des Praktikums machte aber die Herstellung und Charakterisierung eines Glucose-Biosensors aus. […] (more…)

Fast ein Mensch?

Juli 13, 2013

Mal so aus gegebenem Anlass: Nachdem ich meine beiden Vorlesungssemester nun hinter mir habe, sollte es ja mit der Masterarbeit weitergehen. Was natürlich – ähnlich wie schon damals bei der Bachelorarbeit – mit einer Menge an Anfragen, Bewerbungen und allgemeinem Schriftverkehr einhergeht. Und im Vergleich zum Bachelor muss ich sagen: Man wird irgendwie schon mehr wie ein Mensch behandelt!

Okay zugegeben, als ich mich wegen Bachelorarbeiten beworben habe wurde ich auch nicht „unmenschlich“ behandelt (Und auch während der Arbeit war nicht ich „der Welpe“ 😉 ).  Aber der Ton, so bilde ich mir ein, ist nun schon ein etwas anderer. Insgesamt freundlichere Absagen und auch sonst zeigt man sich erfreuter darüber, dass da jemand ist der sich für das Thema interessiert und seine Masterareit in dieser oder jener Forschungsgruppe durchführen möchte. Und selbst wenn das nur Textbausteine aus geheuchelter Freundlichkeit sind – immerhin gibt man sich die Mühe Freundlichkeit zu heucheln. 😉 Oder natürlich: Ich erwische irgendwelche Professoren die ihre Räumlichkeiten in längst vergessenen Kellergewölben diverser Institutsgebäude haben, deren Arbeitsgruppen aus Ihnen selbst, einem verzweifelten Doktoranden (der anderswo nicht untergekommen ist) und einem Austauschstudenten (der Aufgrund sprachlicher Barrieren nicht fliehen und in sein Heimatland zurückreisen kann) bestehen. Und vielleicht noch dem Geist der in der seit 20 Jahren nicht mehr gereinigten Kaffeemaschine haust. Die sind dann natürlich sehr erfreut, wenn sich tatsächlich mal jemand (von ausserhalb, der noch nicht vorgewarnt wurde) bei ihnen bewirbt.

Nein, Scherz beiseite: Natürlich ist das jetzt eine andere Situation und ich bin nicht mehr nur irgendein popeliger Bachelorstudent der quasi noch nix kann ausser Kaffee und Mensa-Essen auf wundersame Art und weise in Fäkalien zu verwandeln. Ich bin ja so gesehen „schon fertig“ (fragt sich nur womit) – und könnte meine immensen Kenntnisse genau so gut bei der Konkurrenz-Arbeitsgruppe aus der anderen Etage einbringen.  So ungefähr muss man das ja vielleicht auch mal sehen…

Mal sehen wohin es mich nun so verschlägt. 😉

Fertig?

Juli 4, 2013

Naja. Fast. Und auch das nur teilweise. Aber: Das wars jetzt mit Vorlesungen. Und Vorträgen. Und auch mit Prüfungen, von einer optionalen GMP/GLP-Klausur im September mal abgesehen. Und womöglich nem Verbesserungsversuch für ne andere Klausur. Gut, und irgendwann noch ner Prüfung fürn Master, da wird ja wieder so ein Kolloquium vorgesehen sein.

Aber ja, so siehts aus! Auch wenn das Semester noch nicht wirklich vorbei ist – hier noch bissl Labor, da noch nen Bericht schreiben und huch, da ist ja noch ein Protokoll überfällig – zumindest beginnt nun die „Vorlesungsfreie Zeit“. Dieses Ferien-Surrogat, dass man als Student halt so bekommt, anstelle von richtigen „Ferien“ (Was war das gleich wieder?) und „Urlaub“ (ein Fremdwort). So ganz muss ich mich also noch nicht langweilen, aber etwas ruhiger kann ichs wohl schon angehen lassen. Sollte ich wohl auch, nachher (wann auch immer das genau sein mag) kommt dann ja die Masterarbeit. Das ist ja auch nicht unbedingt ein Begriff, der für Freizeit, Spass und Erholung steht. Und dann? Schon komisch… Mir kommts so vor als hätte ich erst vor wenigen Monaten meinen Bachelor gemacht und mitm Master angefangen – und nun neigt sich das auch ganz langsam und allmählich dem Ende entgegen. Zumindest der Vorlesungsteil ist schonmal geschafft. Sollte etwa doch noch der Tag kommen, an dem ich kein Student mehr bin? o.O

Okay, eins nach dem anderen, schön der Reihe nach. Erstmal hab ich ja doch mehr oder weniger frei. Mal sehen, vielleicht füllt sich dann auch mal der Blog hier mit bissl mehr Leben. Irgendwelche Leute hier schmieden ja gerade Intrigen, die Waldcon steht auch noch an und notfalls gibts wohl auch noch ein paar Sachen ausm Studium als Lückenfüller. ^^

Lebenszeichen und Zeugs

Februar 14, 2013

Sooo… Es ist vollbracht! Gut, noch nicht ganz, aber es wird zumindest mal Zeit für ein Lebenszeichen und das erste Semester im Masterstudium ist nun auch vorbei. Naja, fast.

Da ist noch so ein schöner Praktikumsbericht zu schreiben. Das hält mich gerade noch ein wenig auf Trab – oder eben auch nicht, wenn man auf Textabschnitte vom Kollegen wartet, der nunmal Kölner ist und daher mit in dieses ganze Karnevalselend involviert ist und da besseres zu tun hat als ein paar Abschnitte des Berichts zu verfassen. Abgesehen davon: Da ich ja meine Masterarbeit nicht mehr mit Word schreiben, sondern das ganze etwas „vernünftiger“ angehen und den angedrohten Schlägen entgehen möchte, schreibe ich auch diesen Bericht schonmal in Latex. So der Übung halber. Und vielleicht sollte ich auch lieber „LaTeX“ schreiben, das könnte geringfügig weniger missverständlich sein (*zahlt auch brav nen Euro in die Kasse für schlechte Wortspiele und bärtige Witze*). […] (more…)

Viren, mechanisch eingearbeitet

Oktober 21, 2012

So, mal wieder ein Lebenszeichen. Bisher passiert hier halt eigentlich ned sooo viel akut bloggenswertes. Wobei… Na gut, mal sehen. Aber bevor ich ich nur wieder nen Haufen absonderlicher Suchbegriffe in den Blog schütte, gibts erstmal was vorlesungsbezogenes.

Nicht viel, aber immerhin. Vier Stunden Virologie auf einmal, das ist schon bissl heftig, trotz Keksen. Super Vorlesung, an sich! Aber so schön Kekse auch sind, und so verständlich es ist, dass der Dozent nicht auf Papillomviren verzichten möchte… Und auch Herpesviren sind ganz toll oder zumindest interessant… Gross und bunt an die Wand projizierte, mit entsprechenden Viren befallene Geschlechtsorgane… Öhm, ja. Ganz toll. Aber gut, das gehört wohl irgendwie dazu. In diesem Zusammenhang, bzw. zum Thema Genitalschleimhaut als Eintrittspforte, ist es irgendwie auch ganz nett von einem „mechanischen Einarbeiten“ der Viren zu sprechen. ^^

Und vielleicht sollte ich auch meinen Impfpass mal wieder suchen. Und mir, wenn ich das nächste mal nach Hause fahre, mehr Desinfektionsmitteltücher ins Auto packen. Bisher war mir noch garnicht so recht bewusst, dass Hepatitis-A-Viren mit dem Kot ausgeschieden werden und potenziell an öffentlichen Toiletten vorzufinden sind.

Also, arg überspitzt formuliert: Wir werden alle sterben – aber vorher faulen uns noch die Pimmel ab. Oder so.

Als ich mal kurz kein Student mehr war…

Oktober 7, 2012

Okay, zugegeben: Das ist mir ja eigentlich schon mal passiert. Kein Student mehr gewesen zu sein. Aber dieses mal war es um einiges kürzer und weniger unrühmlich als damals.

Wie bereits mal beiläufig erwähnt, hab ich ja nun doch meinen Bachelor errungen. „Das Foto“™, das damit irgendwie verknüpft ist, existiert zwar noch nicht, aber ich hab da so einen Zettel wo draufsteht, dass ich die Bachelorprüfung bestanden hab und diese und jene Noten habe – der aber trotz Unterschrift, Stempel und im zweiten Anlauf sogar richtig geschriebenem Namen kein Zeugnis ist. Mein richtiges Zeugnis kann ich mir wohl jetzt im Oktober irgendwann abholen. Scheint also wirklich so zu sein…

Also nun: Bachelor. Of Science. FH. Fertig. Abschluss. Moment… Fertig? Nein, irgendwie nicht. […] (more…)

Fertig!

September 18, 2012

Auch auf die Gefahr hin jetzt jemanden zu enttäuschen oder so: Bisher bin ich noch nicht gestorben. Die Stille hier hatte andere Gründe. Wie manch einer vielleicht schon vermutet hat.

Tja… Vielleicht erinnert sich ja noch jemand daran, wie ich „damals“ (und das ist inzwischen wirklich lange her!) mal angefangen habe zu studieren. Felicat hat das ganze Elend so ziemlich in voller Länge mitbekommen, glaube ich. o.O Wahnsinn… Nun ja, mit Diplomingenieur und Welt retten und so, das wurde ja nicht so recht was, so dass es mich dann nach Jülich verschlagen hatte. Da weiß Mr. Antimon nur gar zu gut bescheid. Und ich erinnere mich auch noch an den Anruf von Furan – der mich direkt auf meine fremde Sprache hinwies. Aber das sollte dann noch ein paar mal passieren…

Und nun? […] (more…)