Archive for the ‘Halbwegs sinnvolles’ Category

Die Masterarbeit und die Kadaver – I

November 16, 2013

Nur um den Titel: „Blut für den Blutgott!“ zu vermeiden.

Aber zunächst mal ein wenig Vorgeplänkel: Ja, hier war es die letzten Wochen ziemlich still. Sorry. Hier und da gabs zwar mal was bloggenswertes, aber letztendlich kam ich nie dazu. Masterarbeit halt. Da bin ich abends auch nicht mehr so zum Schreiben motiviert, am Wochenende ist dann genug anderes… Wies halt ist. Und irgendwelche Kleinigkeiten handle ich zur Zeit auch eher per Twitter ab, anstatt da einen ganzen Blogeintrag draus zu basteln – der dann auch recht kurz wäre.

Dennoch gibts jetzt doch mal wieder nen Eintrag! Inhaltlich, wer hätte das gedacht, zur Masterarbeit. Und die Geschichte, wie ich eines Tages verloren im Keller stand, mit einem Beutel antauender Kadaver in der Hand… Was man halt so macht.

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Anarchie auf der Autobahn

September 13, 2013

Zugegeben, ich hab das war auf Twitter schon angerissen und ein paar Leuten so erzählt, aber das reicht (mir) nicht. Nein, das ist nun etwas, das auch noch gebloggt werden muss. Auch wenn das zu einem gewissen Anteil eine Art „Wutbloggen“ (*grrrrrrrr!*) werden dürfte… Erstmal die Ausgangssituation: Freitag der 13., erstmals durfte ich an meiner Masterarbeitsstelle ins Labor, hab für einen Freitag unchristlich lange gearbeitet und befinde mich nun auf dem Rückweg, auf der Autobahn. Etwas müde und kaputt, aber froh etwas geschafft zu haben. Da fällt mein Blick auf einen Polizeiwagen auf dem Standstreifen. Dort rollt er langsam dahin und macht die übrigen Verkehrsteilnehmer mit einem netten Leuchtschild darauf aufmerksam, dass da vorne ein Stau lauert, weil sich ein Unfall ereignet hat. Hm, okay, doof aber was will man machen? Ist halt ein Stau.

Stau. Ja das kennt man als Autofahrer doch. Und wenn es hier sogar einen Unfall gab, dann ist dieser Stau sogar begründet! Keine dieser komischen Stauungen, die nur auftreten weil sich die Anzahl der Fahrspuren von 3 auf 2 verringert. Oder weil da wo ein Autobahnkreuz ist. Oder weil es vor 5 Minuten geregnet hat. Oder weil die Sonne scheint. Nein, Stau wegen nem Unfall, das ist zwar lästig für die anderen Verkehrsteilnehmer und in erster Linie unangenehm für den/die Verunfallten aber ok. Jetzt ists halt passiert und man hat den Stau. Dummerweise aber auch etwas langwieriger und hartnäckiger. Egal. Was macht man nun in so einem Stau? Na, das ist doch klar: Weil man ja doch ein vernünftiger Mensch ist, verzichtet man darauf in stehende Fahrzeuge hineinzufahren und bleibt vorher selbst stehen. Und wartet. Und kriecht bissl im Schritttempo voran. Und wartet wieder, ihr kennt das ja. Und wenn man dann merkt dass das bissl länger dauern könnte, was macht man dann?

Logisch: Man dreht völlig am Rad! … (more…)

Conflakes (Mit 20 % mehr Regen!)

August 11, 2013

Nein, kein Tippfehler mit zusätzlichem Geschwurbel – sondern das Thema der diesjährigen WaldCon. Dazu wollte ich eigentlich auch noch ein bissl was schreiben, auch wenn die Con nun schon ein paar Wochen her ist¹ und auch langlebigere Andenken² ganz langsam doch verblassen und sogar der Schlafsack inzwischen wieder getrocknet ist.

Vorab: Kann sein dass das hier bissl länger wird. Für lesefaule hier als die Kurzfassung: „Fliegen, Dremel, Fliegen, Fleisch, Bier und Landfürst, Danger Zone, Waffeln, Regen, ca. 0,03 Duschen pro (männlichem) Kopf. Und Trockeneis.“

Erstmal: Schön dass das überhaupt geklappt hat! […] (more…)

Science… Nano-Science!

Juli 21, 2013

Auch so ein Thema, zu dem ich schon längst mal was schreiben (oder zumindest ein paar Fotos zeigen) wollte: Das Nanobiotechnologie/Biosensorik-Praktikum!

Das schöne an diesem Modul war ja, dass es mal was völlig anderes war als wir sonst so im Studium treiben. Ob das für später so viel bringt, keine Ahnung, wird sich zeigen. Aber schön und informativ wars allemal! Alleine wo wir mal ein paar Stunden in nem Reinraum verbracht haben (schöne Kombination, übrigens. Lange Haare und diese Reinraum-Plastikhauben…) um nen Silicium-Wafer zu strukturieren. Nix aufwändiges, nur mal mit Photolack beschichten, belichten, entwickeln und ätzen, um das mal gesehen und gemacht zu haben. Und es funktioniert! Zwar nicht optimal, aber dafür dass da ein paar Studenten erstmal sowas gemacht und mit bereits abgelaufenem Entwickler rumgepfuscht haben garned mal so schlecht. Wie gesagt: Das funktioniert wirklich, obwohl die einzelnen Handgriffe doch. recht unspektakulär und trivial sind. ^^

Einen Großteil des Praktikums machte aber die Herstellung und Charakterisierung eines Glucose-Biosensors aus. […] (more…)

Fast ein Mensch?

Juli 13, 2013

Mal so aus gegebenem Anlass: Nachdem ich meine beiden Vorlesungssemester nun hinter mir habe, sollte es ja mit der Masterarbeit weitergehen. Was natürlich – ähnlich wie schon damals bei der Bachelorarbeit – mit einer Menge an Anfragen, Bewerbungen und allgemeinem Schriftverkehr einhergeht. Und im Vergleich zum Bachelor muss ich sagen: Man wird irgendwie schon mehr wie ein Mensch behandelt!

Okay zugegeben, als ich mich wegen Bachelorarbeiten beworben habe wurde ich auch nicht „unmenschlich“ behandelt (Und auch während der Arbeit war nicht ich „der Welpe“ 😉 ).  Aber der Ton, so bilde ich mir ein, ist nun schon ein etwas anderer. Insgesamt freundlichere Absagen und auch sonst zeigt man sich erfreuter darüber, dass da jemand ist der sich für das Thema interessiert und seine Masterareit in dieser oder jener Forschungsgruppe durchführen möchte. Und selbst wenn das nur Textbausteine aus geheuchelter Freundlichkeit sind – immerhin gibt man sich die Mühe Freundlichkeit zu heucheln. 😉 Oder natürlich: Ich erwische irgendwelche Professoren die ihre Räumlichkeiten in längst vergessenen Kellergewölben diverser Institutsgebäude haben, deren Arbeitsgruppen aus Ihnen selbst, einem verzweifelten Doktoranden (der anderswo nicht untergekommen ist) und einem Austauschstudenten (der Aufgrund sprachlicher Barrieren nicht fliehen und in sein Heimatland zurückreisen kann) bestehen. Und vielleicht noch dem Geist der in der seit 20 Jahren nicht mehr gereinigten Kaffeemaschine haust. Die sind dann natürlich sehr erfreut, wenn sich tatsächlich mal jemand (von ausserhalb, der noch nicht vorgewarnt wurde) bei ihnen bewirbt.

Nein, Scherz beiseite: Natürlich ist das jetzt eine andere Situation und ich bin nicht mehr nur irgendein popeliger Bachelorstudent der quasi noch nix kann ausser Kaffee und Mensa-Essen auf wundersame Art und weise in Fäkalien zu verwandeln. Ich bin ja so gesehen „schon fertig“ (fragt sich nur womit) – und könnte meine immensen Kenntnisse genau so gut bei der Konkurrenz-Arbeitsgruppe aus der anderen Etage einbringen.  So ungefähr muss man das ja vielleicht auch mal sehen…

Mal sehen wohin es mich nun so verschlägt. 😉

Unterwegs 12 – Lärmbelästigungswolf

Januar 23, 2013

Zugegeben, so ganz aktuell ist die Story nicht mehr und per Twitter hab ich die auch schon breitgetreten – aber hier soll sie auch nochmal erwähnt werden. Ich weis nicht wie oft ich die Strecke (Von hier nach Hause und zurück) nun schon gefahren bin, aber irgendwas ist ja immer. Seien es nun wetterbedingte Widrigkeiten, ein Navi das mich ins Niemandsland schickt und mich dort zum Bruch der Verkehrsregeln auffordert, Polizisten die mich des Drogen- und Waffenschmuggels sowie des Braunkohleabbau-Studiums verdächtigen oder technische Tücken des Fahrzeugs (wir erinnern uns an die Sache mit der Zylinderkopfdichtung) – keine Fahrt ist wie die andere!

So auch bei meiner letzten Rückreise nach Jülich. Frohen Mutes fuhr ich so vor mich hin, nichts böses ahnend – und dann, plötzlich, passiert es. Das Auto wird plötzlich lauter, nach ca. 150 zurückgelegten Kilometern. Oder? Ich bilde mir das nicht nur ein, oder? Nein, das ist kein Fahrzeug neben mir, das da so röhrt, das bin „ich selber“. Mist! Was am Motor? Hm… Weder Warn- noch Kontrollleuchten, Kühlmitteltemperatur bleibt stabil (da bin ich immernoch völlig paranoid) und das Lärmen ist drehzahlabhängig. Was kann das wohl sein? Ab auf den nächsten Parkplatz. […] (more…)

Daheim?

Dezember 28, 2012

Ja, natürlich bin ich daheim. Wie immer über die Feiertage und Silvester und so. Dagegen ist garnichts einzuwenden und es ist ja auch schön und alles, wie es sein soll, nur… Ein wenig „seltsam“ ist es irgendwie auch. o.O

Jedenfalls geht es mir jetzt das erste Mal so, dass ich zwar daheim bin – aber auch irgendwie das Gefühl habe eben „nur zu Besuch“ hier zu sein. Was ja auch zutrifft, aber sonst war das irgendwie… anders. Nicht dass ich hier nur noch so als Gast geduldet werde oder sowas, um Himmels Willen, nein! Aber es ist auch nicht mehr das gleiche wie früher… Eher nicht mehr so als würde ich „nach Hause fahren“ sondern so, als würde ich „meine Eltern besuchen fahren“. Was es ja eigentlich auch ist. Schwer zu beschreiben, irgendwie. […] (more…)

Piled Higher and Deeper

Januar 9, 2012

Mal wieder ein neues – und durchaus lesenswertes! – Fundstück. Wurde ja auch langsam Zeit. Und auch wenn ich grad „nur“ an meinem Bachelor arbeite (oder auch gerade deswegen?): Yay für PhD!

Nicht mehr krank

Dezember 11, 2011

So, da ich inzwischen alle Nachuntersuchungen zu meiner überstandenen Lungenentzündungen (vgl. „Krank.“ Teil 1 und 2) überstanden habe, könnte ich eigentlich noch schnell nen abschliessenden Eintrag zusammentippen. Das war ja auch alles nicht so einfach.

Zumindest nicht so einfach wie ich mir das vorstellt habe, denn irgendwie hat mein Arzt ja schon ein gewisses Theater wegen der Sache gemacht. Klar, so eine Lungenentzündung ist jetzt schon was anderes als ne einfache Erkältung. Wegen sowas liegen auch mal Leute im Krankenhaus – oder sterben sogar daran, wenns blöd läuft. „Früher“™ starb man ja sowieso an ner Lungenentzündung, also! Das ist also schon eine ernstzunehmende Sache. Zumal mein CRP-Wert damals ja auch bei stolzen 18 statt 0,5 (mg/dl?) lag. […] (more…)

Alkohol, Koffein und Zucker

September 9, 2011

So, mal wieder ein Blogeintrag – wer hätte das gedacht?! (Tss, wenn Spirit schon extra fragt… *g*) Viel neues gibts erstmal aber nicht – dafür zur Abwechslung mal wieder was aus dem „Versuchslabor“. 😉

Das „zieht“ jetzt seit einer Woche vor sich hin, wurde noch etwas weiter aufgefüllt – und ist durchaus genießbar. 🙂