Science… Nano-Science!

Auch so ein Thema, zu dem ich schon längst mal was schreiben (oder zumindest ein paar Fotos zeigen) wollte: Das Nanobiotechnologie/Biosensorik-Praktikum!

Das schöne an diesem Modul war ja, dass es mal was völlig anderes war als wir sonst so im Studium treiben. Ob das für später so viel bringt, keine Ahnung, wird sich zeigen. Aber schön und informativ wars allemal! Alleine wo wir mal ein paar Stunden in nem Reinraum verbracht haben (schöne Kombination, übrigens. Lange Haare und diese Reinraum-Plastikhauben…) um nen Silicium-Wafer zu strukturieren. Nix aufwändiges, nur mal mit Photolack beschichten, belichten, entwickeln und ätzen, um das mal gesehen und gemacht zu haben. Und es funktioniert! Zwar nicht optimal, aber dafür dass da ein paar Studenten erstmal sowas gemacht und mit bereits abgelaufenem Entwickler rumgepfuscht haben garned mal so schlecht. Wie gesagt: Das funktioniert wirklich, obwohl die einzelnen Handgriffe doch. recht unspektakulär und trivial sind. ^^

Einen Großteil des Praktikums machte aber die Herstellung und Charakterisierung eines Glucose-Biosensors aus. […] Das Ganze sollte Amperometrisch erfolgen, mit Hilfe einer Platinelektrode an der Glucoseoxidase immobilisiert wurde und einer Silber-Silberchlorid-Gegenelektrode. Die Platinelektrode (in Dünnschicht-Technik hergestellt) war schon fertig, nur die Lösung für die Enzymmembran musste noch aufgebracht werden.

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Die Gegenelektrode wurde in Dickschichttechnik selbst hergestellt. Sprich: Mit einem Rakeldrucker-Dingens das Ag/AgCl-Substrat durch eine Schablone auf einen Wafer drucken und bei 300 °C backen. Wie Plätzchen – nur wissenschaftlicher und weniger schmackhaft.

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So trivial das aussehen mag: Irgendwie war ich da schon etwas stolz drauf. :3 Nun nur noch in nen Träger einsetzen, kontaktieren und ja… Mit Silikon fixieren und „ummanteln“…

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Wenn das mal so leicht wäre… Im Inneren der Silikon-Tube hatte ich nämlich ein äusserst lästiger und hartnäckiger Pfropfen gebildet, der auch durch herumstochern in der Öffnung nicht wirklich zu beseitigen war. Die Beseitigung dieses Propfens sollte dann das Highlight des ganzen Praktikumstages werden: Während ich mich mit vollem Körpergewicht auf die Tube stemme, zieht eine Kollegin mit einer Pinzette am – durch den Druck herauslugenden – Propf. Das Resultat… Naja, sagen wir es so: Wir hatten anschliessend keinerlei Probleme mehr damit, unsere Elektroden ausgiebig zu verkapseln.😉

So, es musste als nur noch gemessen werden:

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Kalibration_Pt_small

PS.: Ist jeandem der dunkle Fleck in der Mitte des Platin/Enzym-Elektrode aufgefallen? Unterm Mikroskop sah das Ding ziemlich beeindruckend aus:

PtEnz_100xscale_small

Das Messprinzip unseres aussergewöhnlichen Sensors ist also klar: Ein Tentakelmonster zählt die einzelnen Glucosemoleküle, die pro Zeiteinheit dran vorbeischwimmen. Und wandelt das dann mittels schwarzer Magie in einen entsprechenden Stromfluss um. Oder so in der Art. Bei genauerer Betrachtung sah es aber eher aus wie irgendwelche Haare/Fussel, an denen sich Kristalle gebildet haben.

PtEnz_4000xscale_small

Wie langweilig.😉

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