Daheim?

Ja, natürlich bin ich daheim. Wie immer über die Feiertage und Silvester und so. Dagegen ist garnichts einzuwenden und es ist ja auch schön und alles, wie es sein soll, nur… Ein wenig „seltsam“ ist es irgendwie auch. o.O

Jedenfalls geht es mir jetzt das erste Mal so, dass ich zwar daheim bin – aber auch irgendwie das Gefühl habe eben „nur zu Besuch“ hier zu sein. Was ja auch zutrifft, aber sonst war das irgendwie… anders. Nicht dass ich hier nur noch so als Gast geduldet werde oder sowas, um Himmels Willen, nein! Aber es ist auch nicht mehr das gleiche wie früher… Eher nicht mehr so als würde ich „nach Hause fahren“ sondern so, als würde ich „meine Eltern besuchen fahren“. Was es ja eigentlich auch ist. Schwer zu beschreiben, irgendwie. […]Natürlich bin ich hier noch daheim, aber eben nicht mehr so wie früher. Was ja auch logisch ist, denn seit mehr als dreieinhalb Jahren wohne ich ja nicht mehr hier. Und werde es wohl, ausser mal kurz übergangsweise, vielleicht, auch nicht mehr. Obwohl das von Anfang an feststand, wird mir das irgendwie erst jetzt so recht bewusst… Ausser der Tatsache dass ich hier in Bayern aufgewachsen bin und Familie und Verwandschaft habe, hält mich da eigentlich nichts mehr. (Klar, was denn auch sonst)

In Jülich andererseits… Tja, wenn ich da mit dem Studium fertig bin, dann hält mich da auch nimmer viel. Was soll ich denn dort dann noch? Klar, ich hab da meine Wohnung und hab ich wohl auch recht gut eingelebt, aber dass ich dort daheim bin, das würde ich auch nicht wirklich sagen. Irgendwie.

Das war bisher ja auch nicht so akut. Da hatte ich einen guten Teil des Bachelorstudiums noch vor mir – und was nachher kommt (Master? Arbeit?), das war alles noch so weit weg… Und jetzt? Jetzt hab ich meinen Bachelor und das erste Semester im Masterstudium ist auch bald vorbei. Heute in einem Jahr bin ich wohl dabei an meiner Masterarbeit zu rödeln – und nochmal ne Weile später, was ist dann? Dann hab ich – hoffentlich – meinen Master – und dann? Promovieren? Arbeiten? Egal wie, eigentlich kann es mich dann überall hin verschlagen. Bayern, immernoch NRW, Niedersachsen… Gut, Niedersachsen vielleicht nicht – aber weis mans?!

Ist halt irgendwie ein leicht unheimliches Gefühl. Als würde man so ein bissl zwischen den Stühlen sitzen. o.o Auch wenns garnicht schlimm und eigentlich das normalste auf der Welt ist. So läuft das eben, das war ja eigentlich schon von Anfang an klar. Natürlich komme ich nicht mehr wirklich „nach Hause zurück“, selbst wenn es mich wieder nach Bayern, in die Heimat, verschlagen sollte. „Daheim“, das ist halt dann dort wohin es mich verschlägt und ich dann eines Tages mal Fuß fasse. Wenn es soweit ist.

So, soviel erstmal zur diesjährigen „Festtags-Melancholie“, oder was das auch immer sein mag.

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Eine Antwort to “Daheim?”

  1. Stefan Says:

    Das ist bei mir ähnlich. Ich wohne jetzt seit über vier Jahren von meinen Eltern weg. Doch ich komme sie durch die kurze Distanz noch recht häufig besuchen. Meine Mutter sagt mir öfters, das es ja immer noch mein Zuhause ist, wenn auch nur mein zweites. Mag Sie natürlich Recht haben. Es ist ja auch für die Eltern sehr wichtig, das Sie noch guten Kontakt zu ihren Kindern halten & sich die Kinder nicht zu sehr abgrenzen.

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