Der Zwerg im Photometer

Lange genug hat es gedauert – aber jetzt wissen wir endlich wie so ein Photometer funktioniert.

Nämlich ganz anders als man es uns damals in irgendwelchen Vorlesungen erklärt hat. Da wurden sicher gezielt falsche Informationen von der Photometer-Lobby verbreitet.

In Wirklichkeit hockt da nämlich ein Zwerg drin.

Ein Zwerg, der mit zwei Lampen (UV-Licht und sichtbares Licht) herumfuchtelt und sich willkürlich Zahlen ausdenkt. In unserem Fall ein ziemlich einfallsloser Zwerg, der nur 0,59irgendwas, 0,3irgendwas und 0,00irgendwas kennt. Mit dem Enzymtest stimmt alles und auch die Pflanzen tun wie sie sollen. Ganz sicher! Das liegt nur am Photometerzwerg der es einfach nicht auf die Reihe kriegt, sich bei den richtigen Proben mal höhere Zahlen auszudenken!

Das erklärt aber auch warum es so wichtig ist Photometer regelmässig zu warten. Da wird dann der Zwerg heimlich vom Techniker gefüttert. Oder eben durch einen neuen Zwerg ersetzt. Ist ja klar dass die Photometerlobby nicht will dass dieses Wissen bekannt wird – sonst würden sich ja sicher diverse Tier- und Zwergenschutzorganisationen tierisch aufregen, ob dieser Zwergensklaverei.

Hm, vielleicht hätte ich gelegentlich Nahrungsmittel ins Photometer legen sollen, um den Zwerg gnädig zu stimmen…

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6 Antworten to “Der Zwerg im Photometer”

  1. Furan Says:

    rofl xD

  2. Gedankenknick Says:

    Es handelt sich nicht um Zwerge, sondern um Kobolde (wie bei Terry Pratchett einigen Scheibenweltromanen nachzulesen – dort betreiben sie aber nicht Photometer und UV-Vis-Spectrometer, sondern Uhren, Fotoapparate und DisOrganizer).

    Diese Kobolde müssen nicht nur ab und zu gefüttert werden, sondern man muss den Apparat aus den sich aus der Fütterung ergeben Gründen natürlich auch ab und an sauber machen. Und nach Ablauf der Magiereserven löst sich so ein Kobold in Wohlgefälligkeit auf – ein Wartungstechniker weiß das natürlich und hat immer ein paar Austauschkobolde in der Hosentasche…

    Aber ganz ehrlich? Obwohl wir mit 3 Stoppuhren, 2 verschiedenen Thermostaten und mindestens 5 unterschiedlichen Eppendorf-Pipetten gearbeitet haben, hat so sich in meinem Studium ein blöder Enzym-Test mal nen ganzen Nachmittag lang geweigert, zu dem (angeblich) korrekten Ergebnis zu kommen. Seit dem bin ich dafür, in Flüssigkeiten gelöste Dinge nur noch mit dem Zollstock zu messen…😀

  3. labwolf Says:

    Hehe, an die Scheibenweltromane hab ich dabei wohl auch gedacht. *g*

    Und manche Enzymtests hat wirklich des Teufels Großmutter erfunden…

  4. Gedankenknick Says:

    Ich bin immer noch der Ansicht, dass unser 4x reproduziertes Ergebnis (schon rein statistisch) richtig war – und die Untersuchungslösung war falsch….😀

    • labwolf Says:

      Aber wenns doch die Untersuchungslösung war – die KANN doch garnicht falsch sein!😉

      • Gedankenknick Says:

        Naja, der Assistent hatte ja die Untersuchungslösung vorbereitet, und kannte (angeblich) das Ergebnis – welches wir ermitteln sollten – schon vorher.
        Blöderweise waren unsere Ergebnisse zwar statistisch schlüssig (Abweichung zwischen allen Untersuchungen nicht signifikant nachzuweisen) – zeigten aber eine signifikant nicht tolerable Abweichung zum „zu ermittelnden“ Ergebnis….
        ….Ich hatte so ein Problem an anderer Stelle im Studium schon einmal: Der Schmelzpunkt der von mir synthetisierten Substanz stimmte, das Vorratsbehältnis der Assistenten war falsch beschriftet! Ich habe 2 Tage á 10 Stunden Laborarbeit gebraucht (umkristallisieren, gefriertrocknen, wieder umkristalisieren usw. usw.), bis ich auf den (nicht von mir verursachten) Fehler gekommen bin!😀

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