Mutanten

Bevor hier in den nächsten Tagen noch eine schauerliche und vernichtende Schadensmeldung kommt (das liebe Auto mal wieder…) kann man vielleicht auch mal eine Erfolgsmeldung bringen. Mehr oder weniger jedenfalls. Das Praxissemester betreffend.

Da rödel ich ja auch schon seit… Wochen? Monaten? Jedenfalls viel zu lange herum um mal ein paar Pflanzen transformiert zu kriegen. Nur will das nicht so wie es soll, so dass mir bei der Selektion per Antibiotikum alle krepieren. In so hoher Anzahl dass ich mir inzwischen sogar schon von „dem Gärtner“ doofe Sprüche anhören muss. Aber was weis der schon! ^^ Allerdings, es gibt/gab da ja noch diese zwei kleinen Krüppelpflänzchen die das Antibiotikum irgendwie überlebt haben (das war laaange vor Weihnachten!) und – in einer Art Koma – weder wachsen noch sterben wollten. Die ich dann liebevoll auf neue Agarplatten übersiedelt habe um ihnen den Antibiotikumsstress zu nehmen, in der Hoffnung dass sie dann vielleicht mal grösser werden als nur ein paar Millimeter. Irgendwann hab ich sie in einem waghalsigen „Wachst gefälligst oder krepiert, mir doch egal!„-Manöver auf Erde gesetzt – mit dem Resultat dass ein Pflänzchen spurlos verschwand (wtf?!) und bei dem anderen Häufchen der eine Keim langsam verkümmert – der andere aber gaaaaanz langsam wächst und inzwischen sogar ein paar Blätter mehr bekommt. Hab den ganzen Werdegang auch in beinahe krankhafter Obsession fotographisch dokumentiert. Allerdings habe ich mir da irgendwann auch keine grossen Hoffnungen mehr gemacht – so jämmerlich wie vor sich hinkümmern kann das ja nix werden. […]

Bis man mir vor einigen Tagen so ein tolles Kitsystem in die Pfoten drückte, das es ermöglicht winzig kleine Blatt-Stanzlinge direkt für eine PCR einzusetzen, ohne erst mühsam Nukleinsäuren aus der Pflanze isolieren zu müssen. Gut, das wäre an sich ja auch kein Problem gewesen – nur hätte ich nachher nichts mehr von der Pflanze übrig gehabt. So aber kann ich ziemlich bequem prüfen ob es sich lohnt mein Krüppelpflänzchen weiter im Schneckentempo wachsen zu lassen, oder ob ich es besser wegwerfe. Oder so lange autoklaviere bis da alles tot ist was tot sein kann.

Und siehe da: Wenn ich mich da nicht mit Positiv- und Negativkontrolle übelst verhauen hab, dann ist das Gewächs tatsächlich erfolgreich transformiert!😀

Eines von vielen hunderten ist zwar immernoch lausig, aber immerhin! Man muss ja jeden Grund zur Freude ausnutzen. Und auch wenn das Ding so langsam wächst dass ich damit kein Saatgut mehr für das Bachelorprojekt gewinnen kann (da muss ich auf anderes Material umsatteln) – für die Arbeit kann ich das Ergebnis immerhin verwenden.🙂

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