Sicherheit

Die aktuelle Stelle meines Wirkens zu betreten ist ja eigentlich gar nicht so einfach. Als Besucher zumindest: Da geht nichts ohne Anmeldung am Besucherzentrum, Rückfrage bei der zu besuchenden Person, Ausweiskontrolle, Ausstellen eines Besucherausweises, Vorzeigen der Dokumente beim Objektschutz am Tor, (dem eigentlichen Besuch), Unterschrift der besuchten Person und zulegt Rückgabe von Dokumenten und Besucherausweis am Tor.

Mit Mitarbeiterausweis ist das dann schon deutlich lässiger: An die Schranke vorfahren, Mitarbeiterausweis an die Scheibe halten und (ggf. nach Öffnen der Schranke) durchgewunken werden. Sowohl während der Woche als auch an Wochenenden.

Oder eben auch nicht. […]

Heute hatte ich im Institut noch was zu erledigen (man will ja vor Weihnachten auch noch ein paar Sachen auf den Weg bringen) und fahre wie gehabt auf Pförtnerhäuschen und Schranke zu, meinen Ausweis in die Scheibe haltend. Nichts tut sich – ausser dass der netter Herr vom Sicherheitsdienst die Hand aus einer Luke des Häuschens streckt. Will der was haben? Aber er sieht meinen Mitarbeiterausweis doch! Also, Fenster runter. Ja, den Ausweis will er haben. Ausweis? Das sind ja mal ganz neue Sitten hier o.O Aber gut, krame ich halt meinen (Personal)Ausweis vor. Obwohl auf dem anderen ja auch ein Foto von mir drauf ist… Das war aber auch wieder falsch, der Kerl will tatsächlich meinen Mitarbeiterausweis haben. Haben, nicht nur sehen. Um meinen Namen (oder die Nummer. Oder beides) ins Buch einzutragen. Okaaay… Die sind heute aber sehr gründlich. Oder ist das ein Neuer?

Nach vollbrachten Taten, beim Rausfahren, überlege ich noch ob die jetzt nachher auch noch nen Blick in den Kofferraum werfen wollen – bei den Fahrzeugen von Handwerksbetrieben machen sie das ja zumindest öfter mal, und Stichprobenartig angeblich auch bei anderen Fahrzeugen. Aber nein, so schlimm ists dann doch nicht – nur den Mitarbeiterausweis darf ich nochmal rausreichen damit auch wirklich geprüft werden kann ob ich auch so aussehe wie der Typ auf dem Foto. Was offenbar auch der Fall ist.

War das jetzt Zufall – oder sind die seit neuestem allgemein vorsichtiger und aufmerksamer? Naja, schaden kanns ja ned. Dass mal – wie lettztens – ein wichtiger Laptop abhanden kommt, oder dergleichen, wird sich so aber auch ned vermeiden lassen. Aber das ginge ja auch nur wenn man jedes Fahrzeug und jede Tasche gründlich durchsuchen würde – und dann würden sich die Fahrzeuge so stauen dass man hier gar nicht mehr rauskäme.

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3 Antworten to “Sicherheit”

  1. cirrus Says:

    Naja, es wird Weihnachten und dem Mann im Pförtnerhäuschen ist nicht nur langweilig, es kommen auch bedeutend weniger Leute rein und er hat auch das ganze Jahr kein Trinkgeld bekommen, obgleich er immer die Schranke aufmacht. Immerhin muss er mit Adleraugen die Informationen von Deinem Ausweis ablesen, denn es könnte ja auch jemand versuchen, sich mit einem gefälschten Ausweis Zugang zu verschaffen. 😉

  2. Mr. Antimon Says:

    Das ist jedes Jahr das selbe Spielchen. Manchmal holen sie auch die Ausweise aus de Schutzhülle raus, halten diese gegen das Licht und biegen den Ausweiß ob er nicht aus Karton oder Papier ist (das aus guten Grund, weil es mal Spaßvögel gab die den Ausweiß kopiert haben um ihn an den Innenspiegel zu hängen um den „echten“ Ausweiß weiterhin am Hosenbund etc. haben zu können).

    Und das Märchen vom verschwundenen Notebook mit wichtigen geheimen internen Daten (als wäre die Kombination aus öffentlicher Forschungseinrichtung und Geheimhaltung nicht eh in großen Teilen ein wiederspruch) wird auch auf jeder Betriebsversammlung erneut gerne aufgegriffen.

    Hinzu kommt noch die Verhaltensweiße die Cirrus so treffend beschreibt. Grad um Feiertag und so ist wenig los da muss der gute Mann sich ja beschäftigen weil im Internet zu surfen ist ihm natürlich verboten (wohlwissend dass heutzutage auch jeder mit seinem Handy ins Internet gehen kann).

    Was deine „aktuelle Stelle meines Wirkens“ natürlich früher eine Bundeskernforschungseinrichtung war trägt ihr übriges dazu bei, dass die genauer hinschauen wer reinfährt. (Ich glaub an meiner „aktuelle Stelle meines Wirkens“ könnte jeder rein und rausgehen der das will und die Pförtner würden einfach nur nicken.

  3. THomas Says:

    Nun, der feine Herr brauchte wohl wirklich nur etwas zu tun. Aber wieso sollte man es ihm verübeln, schließlich scheint er immer seine Arbeit zu verrichten ohne murren und meckern und das so unauffällig, dass man noch nicht einmal merkt, ob er „der Neue“ oder „der Alte“ ist.
    Anscheinend scheint er ja auch alles richtig zu machen, denn sonst wäre bestimmt schon mehr weggekommen, als nur ein wichtiger Laptop 😉

    Grüße

    Thomas

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