FISH

So, mal wieder ein Blogeinträg mit einem etwas höheren geistigen Nährwert. Oder zumindest mit ein paar netten Bildern.😉 Bildern, die im Praktikum Pflanzenbiotechnologie entstanden sind, als wir dort auch mal eine Fluoreszenz-in-situ-Hybridisierung durchgeführt haben – sowas wollte ich ja auch schon immer mal machen, seit ich das mal an einem Tag der offenen Tür im Max-Planck-Institut in Martinsried gesehen hab. Oder wars mal irgendwo an der TU München? Egal, ist ja auch nicht so wichtig.

Zur Theorie dahinter kann man nun die Wikipedia, Fachbücher, und dergleichen mehr zu Rate ziehen, aber mal gaaaanz grob und simpel das Prinzip: Man verwendet das ganze zum Nachweis von RNA oder DNA in Zellen oder Chromosomen, wobei das ganze tatsächlich direkt in den Zellen geschieht. Dazu verwendet man zur nachzuweisenden Nucleotidsequenz komplementäre Oligonucleotide welche mit einem Fluoreszenzfarbstoff versehen sind. Diese hybridisieren mit der Zielsequenz und nach dem Auswaschen der nicht gebundenen Sonden kann man sich das unter einem Fluoreszenzmikroskop ansehen.

Im Praktikum […] haben wir Sonden eingesetzt die entweder an die 16S-rRNA von Bakterien oder von Archaeen binden um gezielt diese zu detektieren. Untersucht wurden Fermenterproben (Gülle) sowie eine Archaeen-Reinkultur. Das obige Bild zeigt eben diese Reinkultur, unter verwendung einer mit rot fluoreszierendem Farbstoff versehener Archaeensonde. Diese Sonde gibts auch noch mit grünem Farbstoff (das hat aber nicht ganz so gut funktioniert)

Wenn man sich das alles unter dem Mikroskop so ansieht stellt man (in der Gülle) fest, dass Mikroorganismen nicht das einzige sind das leuchtet. Pflanzenmaterial zeigt eine zum Teil sehr deutliche Eigenfluoreszenz – bei jeder Anregungswellenlänge, während die Farbstoffe an den Sonden mit einer bestimmten Wellenlänge angeregt werden müssen:

So kann man dann auch feststellen, welche Fluoreszenz nun tatsächlich von den gesuchten Mikroorganismen stammt und welches irgendwelche Verunreinigungen als Ursache hat: Man beleuchtet das Präparat mit Licht Probeweise auch mal mit Licht einer anderen Wellenlänge und sieht was denn dann noch so leuchtet:

Schön sowas mal gemacht zu haben, mehr oder weniger.🙂

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4 Antworten to “FISH”

  1. Furan Says:

    Hm… rein optisch sind unsere Versuche irgendwie langweilig dagegen ^^

  2. CJ Says:

    Sehr fischig sieht das aber nich aus …

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