Ja, so weit ists schon gekommen. Aber hier stellte sich ja die – zuvor von einem anderen Studenten gestellte – Frage, ob zwischen zwei in Reihe geschalteten gleichen idealen Plattenkondensatoren (mit einer Gleichspannungsquelle verbunden) eine Spannung anliegt. Unser Prof verneinte das, ich in dem Eintrag auch.
Stimmt aber wohl nicht ganz, worauf Mr. Antimon mich eines Nachts aufmerksam machte. Was dann zu einer Debatte über die Natur der Kondensatoren, wie man Spannungen misst, etc führte – Dinge mit denen ich mich um 23:30 nicht so gern beschäftige. *g* Er holte dann noch die Meinungen anderer Experten ein, ich grübelte am darauffolgenden Tag auch noch herum und jedenfalls: Doch, da müsste eine Spannung anliegen, zwischen der rechten Platte des linken und der linken Platte des rechten Kondensators. Deren Ladungen sind zwar betragsmässig gleich, besitzen aber unterschiedliche Vorzeichen. Sorry.
Na, zumindest hatte ich damit recht, dass Voltmeter parallel und nicht in Reihe geschaltet werden. ^^ np: Heaven Shall Burn – The Dream Is Dead (thx @ sigurd
)
Schlagworte: Blogtechnisches, FH
Juni 24, 2008 um 9:55 |
Glückwunsch, du hast dich soeben selbst verwirrt *G* Wie soll auf einem ideal angenommenen Leiter eine Spannung anliegen? Jeder Punkt hat dasselbe Potential …
Interessanter könnte die Frage sein wie hoch dieses Potential bei idealen Kondensatoren, also mit nicht leitfähigem Dielektrikum ist
Juni 24, 2008 um 10:17 |
Hey, ich werde Biotechnologe, kein Elektrotechniker. ^^
Hm, man könnte ev. noch mit berücksichtigen dass meine Skizze von damals fast ein Sonderfall ist. Wenn ich mich recht erinnere, fragte der Student einfach nach der Spannung zwischen den Kondensatoren… von genauen Punkten war da in der Vorlesung nicht die Rede…
Also dass an jedem punkt des als ideal angenommenen Leiters das gleiche Potential herrscht dachte ich mir auch zunächst, halt ich auch für richtig.
Wenn man nun aber direkt an den Kondensatorplatten messen würde? Das verwirrt mich dann doch ein wenig.
Hm, vielleicht äussert sich Mr. Antimon hier auch noch mal. Dann könnte man das irgendwann vielleicht mal endgültig klären…
Juni 25, 2008 um 2:02 |
“np: Heaven Shall Burn – The Dream Is Dead (thx @ sigurd)”
. HSB sind aber echt der Hammer, ich hätte letzten Samstag die Gelegenheit gehabt die live zu sehn, aber es wurd leider nix draus..
Freut mich dass es dir gefällt
Klickst du eigentlich öfters mal auf meine Signatur bei VC?^^
Juni 25, 2008 um 3:38 |
Kommt schon gelegentlich mal vor, ja ^^ Der “Trend” mit Musikverlinkungen in der Signatur scheint sich ja langsam ein wenig auszubreiten, fällt mir grad auf.
Juni 25, 2008 um 5:26 |
Und wer hats “erfunden”?
Juni 25, 2008 um 8:13 |
Issich egal. (Ideale) Leiter haben dasselbe Potential, feddich. Anders wäre es zB nur bei einem widerstandsbehaftetem Leiter durch den Strom fliesst.
Juni 25, 2008 um 8:38 |
@ sigurd: Der Luxemburger! *g*
Dann kann ich mich wohl doch etwas mehr auf meine Intuition verlassen. ^^
@ CJ: Okay, danke.
Juni 26, 2008 um 10:18 |
Hi,
klar kann ich mich äussern
. Also so wie mir der Herr Labwolf
das erklärt hat mit der Skizze sollte da schon Spannung zu messen sein. Da ich aber selber kein Spezialist auf dem Gebiet bin (und mich ja auch nur mit gefährlichem Halbwissen durchschlage
) hab ich wen gefragt, der sich mit sowas auskennt. Dieser jemand bestätigte das auch, dass da Spannung anliegt.
Aber wie Labwolf schon sagte, seine Zeichnung war wohl auch ein Sonderfall und das mit den Punkten auch nicht wirklich geklärt. Bzw die Bedingungen unter der der Student die Frage stellte (und welche Rahmenbedinung der Prof. Dr. W da wieder aufgestellt hat) ja nun auch nicht wirklich zu rekonstruieren sind.
Juni 26, 2008 um 12:19 |
*hüstel* darf sich eine Elektrotechnikerin einmischen?
Es liegt eindeutig eine Spannung an.. klar… aber die ist eher rein theoretischer Natur.. Nur in dem moment in dem die Spannungsquelle eingeschaltet wird, lässt sie sich messen, danach nicht mehr.. sie ist zwar noch vorhanden, allerdings benötigen Voltmeter einen fliessenden Strom um etwas Messen zu können… sind die Kondensatoren aber erst mal geladen fliesst da nichts mehr… Man kann das ganze dann nur noch über die Ladung, also den Potenzialunterschied berechnen.
Von den Effekten, die man bei einem realen Versuchsaufbau beobachten würde lass ich mal die Finger, da hier ja von idealen Kondesatoren usw die rede ist… da sähe die Sache ein wenig anders (und komplizierter) aus
Juni 26, 2008 um 3:17 |
Natürlich, je mehr Köche da mitmischen, desto interessanter wird der Brei.
“Man kann das ganze dann nur noch über die Ladung, also den Potenzialunterschied berechnen.”: Ja, sowas in die Richtung dachte ich mir auch. Und dieser Gedanke konkurrierte dann mit der von CJ erwähnten Tatsache dass an dem idealen Leiter überall das gleiche Potenzial herrscht…
Können wir uns ev. darauf einigen, dass zwischen den inneren Platten ein Potenzialunterschied besteht, man aber nichts messen würde, wenn man ein Voltmeter einfach irgendwie zwischen die beiden Kondensatoren hängt? (So allgemein war die Frage damals ja auch gehalten) ^^
Juni 26, 2008 um 8:28 |
Nö ^^
Spannung ist das spezifische Arbeitsvermögen der Ladungsträger. Wenn die Elektronen (oder von mir aus Löcher, Ionen, whatever) aber Arbeitsvermögen haben, ihnen durch den idealen Leiter zwischen den Platten aber kein Widerstand entgegen gesetzt wird, warum fliesst dann kein Strom?
Das Argument mit dem Voltmeter passt auch nicht ganz. Klar brauchen alle realen Voltmeter einen Stromfluss genauso wie alle Strommesser einen Spannungsabfall erzeugen. Warum sollte aber über einen Widerstand von ein paar MOhm (was typisch für Spannungsmesser ist) kein Strom fliessen wenn eine Spannung über ihm anliegt (wie oben behauptet wird)?
Wenn wir schon bei Fachrichtungen sind: Ich bin Physiker
Juni 26, 2008 um 9:43 |
Wenn das so weitergeht frag ich den Prof selber nochmal… *g* Man wird ja schon ganz konfus…
Ich ziehe als angehender Biotechnologe mal brav den Schwanz ein und überlasse das Feld – zumindest vorerst – E-Techniker(inne)n, Physiker(inne)n und allen anderen die sich als kompetent betrachten.
Juni 26, 2008 um 11:53 |
Wieso kein Strom fliesst? Durch das von den äusseren Kondensatorplatten angelegte Elektrische Feld. Spannung lässt sich auch ganz simpel als Potenzialunterschied definieren… und der ist definitiv vorhand.. aber warum sollten die Elektronen den schönen Platz an der negativ geladenen Platte verlassen, wo doch auf der andren Seite eine so verlockende positiv geladene Platte mit ihrem Feld lockt?
Juni 27, 2008 um 11:28 |
Warum ist ein Potentialunterschied vorhanden?
Gut, argumentiere ich anders. Kennst du den Versuch im großen Plattenkondensator mit Influenzplatten? Geht so:
Man nimmt einen großen Plattenkondensator und läd ihn auf ein paar hundert Volt auf. Zwischen den Platten liegt also eine Spannung und damit auch ein elektrisches Feld. Jetzt halte ich zwei Platten an isolierenden Stäben an den flachen Seiten zusammen ins Feld. Jetzt haben wir praktisch dieselbe Anordnung wie im strittigen Fall. Auf den Aussenseiten der Platten wird Ladung angesammelt, das innere der Platten ist feldfrei. Das lässt sich sogar noch steigern indem man die beiden Platten im Feld trennt, der Zwischenraum (Randbereiche mal ausgeklammert) ist ebenfalls feldfrei und damit auf einem gemeinsamen Potential.