Ja, eigentlich sollte ich mich an Differentialgleichungen und linearen Gleichungssystemen ergötzen, thermodynamischen Systemen ein wenig ΔQ füttern (und vor Neugier platzend beobachten wie sie darauf reagieren) und zärtlich einen idealen Plattenkondensator streicheln. Aber auf Dauer macht einen sowas ja auch krank, deswegen beschloss ich gestern – nach einigen Jahren mal wieder – den Tierpark Hellabrunn aufzusuchen.
Seit meinem letzten Besuch hat sich da doch das ein oder andere verändert, wie ich sah. Ausserdem ist mir die relativ hohe Zahl an Ausländern mit Kindern aufgefallen. Oder besser gesagt: Hat mich positiv überrascht! So ein Zoobesuch mit den Kindern ist doch deutlich besser, als den Nachwuchs vor dem Fernseher zu parken. (Bevor mich jemand haut: Ja, mir ist schon auch klar, dass diese Verhaltensweise nicht gerade ausländerspezifisch ist…). Zudem lernte ich, dass der im Sommer wohl gravierendste Nachteil von langen Haaren der ist, dass man im Genick dann doch etwas stärker schwitzt als sonst. ^^
Natürlich hab ich auch einige Fotos gemacht, aber naja. Handy halt. Langsam bekommt in meiner Anschaffungshierarchie eine Digitalkamera einen höheren Stellenwert als ein Magnetheizrüher. *g* [...]
Dass es zuerst zu den Wölfen ging, brauch ich wohl ned extra erwähnen, schätze ich… Waren bequemerweise auch recht nah am Eingang. Naja, die Tierchen haben sich zunächst eher bedeckt gehalten, im Schatten, wurden dann aber auch etwas munterer. Zumindest eine/r begann eine Weile im Kreis zu traben. Man kommt hier halt ned so nah hin an die Tierchen, wie im Wildpark, von dem her sind die hübschen Isegrimms auf den Bildern doch eher kleine und verwaschene Isegrimms.
Zumindest hab ich einen beim Kratzen erwischt. Und der auf dem vorletzten Bild (derselbe wie der linke auf dem letzten) hat mich mal ne weile recht nett angeschaut.
Ansonsten beweisen auch die Wölfe hier ein gewisses Talent, immer dann wenn man bereit ist ein Foto zu machen entweder wegzutraben oder eine weniger “spektakuläre” Haltung einzunehmen.
Geflügel ist – lebendig – nicht unbedingt sooo arg mein Ding, aber es gab da auch einen ganz netten Kolkraben (”Corvus corax” *g*) und noch so ein Federvieh. Letzteres stand einfach bockig in der Ecke und wenn es nicht einmal den Kopf leicht bewegt hätte, hätte man annehmen können es wäre aus Plastik. Der Rabe flatterte ein wenig umher, krächzte und schaute recht intelligent drein. Was Raben eben so tun.
Die beiden Pumas – wenn ich mich recht erinnere und ich mich auch nicht täusche – hielten es genaus wie Pythagoras (unser Kater) am Nachmittag: Mehr oder weniger schattiges Plätzchen aufsuchen und schlafen.
Glück hatte ich bei den Mähnenwölfen: Kurz nachdem ich sie fand, wurden sie gefüttert. ^^ Ebenfalls durchaus schöne Tierchen, etwas graziler als der gewöhnliche Wolf, vor allem wenn man sich die Beine mal ansieht.
Ach, und mir gelang auch noch ein Schnappschuss vom recht müde herumliegenden Bibliothekar.
(Wer diese Anspielung kapiert, bekommt einen Keks. Ziemlich unfair eigentlich, weil wers ned kennt, der kommt nicht drauf und wer schon – für den ists gar zu einfach.)
PS.: Während ich im Tierpark herumspazierte, erwachte diese Debatte bezüglich “Intelligent Design vs. Evolution” zum Leben. So gut wie ohne mich, daher… Zu gern hätte ich auf die Frage, wer denn dann den Designer designed hätte, mit “Das fliegende Spaghettimonster natürlich!” geantwortet. *g* np: Korpiklaani – Native Land













Juni 23, 2008 um 9:30 |
Schöne Viecher!
@Bibliothekar: Hat besagter Schimpanse vllt. das Verhalten und/oder Aussehen eines Bibliothekars an der FH?
‘“Das fliegende Spaghettimonster natürlich!”’
Lüge! Nichts als Lüge! Die alleinige Schöpferin ist das unsichtbare, rosafarbene Einhorn! Der Pastafari-Kult ist eine gigantische Weltverschwörung der Freimaurer!
Juni 23, 2008 um 10:03 |
@ @Bibliothekar: Nein. ^^
@ Rest: So? Und wie erklärst du dir damit die Tatsache, dass die Anzahl an Piraten in den letzten Jahrzenten stetig abgenommen hat?
Aber der grösste Fehler in deiner Theorie ist, dass du das Unsichbare Einhorn (UE) als rosafarben bezeichnet hast – woher kennst du die Farbe, wenn es unsichtbar ist?
Nein, dieses Wahngebilde eines kranken Geistes kann ich nur akzeptieren, wenn der Schwarze Fuchs des Verderbens auf dem Rücken des UE reitet und von dort aus die Ungläubigen verspottet.
Juni 23, 2008 um 10:14 |
Es ist eine anerkannte wissenschaftliche Tatsache, dass allein die Freimaurer am Rückgang der Piratenzahl Schuld sind! Zur Farbe des Einhorns: Es geht schon aus dem 1.Buch Mose hervor, dass das Einhorn rosafarben sein muss! Wenn du angesichts solch erdrückender Beweise immer noch dem veralteten Pastafari-Kult hinterherrennst, kann ich nur den Kopf schütteln.
Der schwarze Fuchs des Verderbens ist ein interessantes Argument, doch wie willst du ohne vorherige Gründliche Nachforschung im Organikum beweisen, dass der Fuchs wirklich ein Fuchs des Verderbens ist?
Immer diese pseudowssenschaftlichen Einhornkritiker…
Juni 23, 2008 um 11:42 |
rofl
“Zudem lernte ich, dass der im Sommer wohl gravierendste Nachteil von langen Haaren der ist, dass man im Genick dann doch etwas stärker schwitzt als sonst. ^^”
Ja, durchaus *gg*. Vor allem wenn man, so wie ich am Samstag, meint, unbedingt komplett schwarz angezogen in der Sonne rumlaufen zu müssen..
Juni 23, 2008 um 1:57 |
@sc4rf4ce: Kann das Einhorn – gemäss den althergebrachten Klischee-Postulaten – nicht auch pinkfarben sein? Überhaupt vertrete ich die – zugegebenerweise recht gewagte – Meinung dass sich Aufenthaltsort und Farbe des UE niemals gleichzeitig exakt bestimmen lassen. Das liegt in der Natur des Unsichtbaren rosafarbenen Einhorns.
Was den Fuchs betrifft: Die Farbe kommt von feinverteiltem Antimon (hier verweise ich auf die bekannte Antimon/Feenstaub-Theorie). Somit erklärt sich das mit dem “Fuchs des Verderbens” allein schon durch die Elektronenkonfiguration des Antimons. Daher verstehe ich auch nicht ganz weshalb du auf das Organikum verweist – in diesem Zusammenhang würde ich eher den Hollemann-Wiberg zu Rate ziehen. (Was nicht heissen soll, dass im Organikum nicht auch Anhaltspunkte zu finden wären)
@sigurd: Optimal… Eine schwarze Hose zumindest hätte gestern auch zur Auswahl gestanden, aber ein Blick aus dem Fenster, eine rasche Temperaturabschätzung und die Tatsache dass mir diese Hose langsam etwas klein bzw. eng wird/wurde vereinfachten die Hosenwahl dann doch signifikant.^^
Juni 23, 2008 um 2:07 |
“PS.: Während ich im Tierpark herumspazierte, erwachte diese Debatte bezüglich “Intelligent Design vs. Evolution” zum Leben.” – Yay, Chemiker/Biologen die sich gegenseitig die Köpfe einschlagen xD
Juni 23, 2008 um 4:11 |
Interessante Argumentation, durchaus. Dem ersten Teil kann ich wohl zustimmen- jedoch muss ich der Theorie des feinverteilten Antimons klar widersprechen! So steht doch im Organikum auf Seite 359 sinngemäß: “Die Färbung des Fuchses wurde durch die Reaktion seines Fells mit Nitriersäure hervorgerufen”
Ich verstehe einfach nicht, wie du solch klare Beweise ignorieren kannst.
“Vor allem wenn man, so wie ich am Samstag, meint, unbedingt komplett schwarz angezogen in der Sonne rumlaufen zu müssen..”
Ich plädiere bei dieser Witterung ja immer noch für 20-Loch-Boots mit Jeans
Juni 23, 2008 um 7:06 |
Hey, dazu muss ich dir jetzt aber schon meine Anerkennung aussprechen! Die schöne Färbung des Fuchsfells basiert also auf die oberflächliche Anlagerung von Stickoxiden? xD
Juni 23, 2008 um 8:03 |
Die Scheibenwelt (Terry Pratchett) Die unsichtbare Uni die Biliothek(extrem Magiisch => Bibleothekar verwandelt sich in Oran gutan ((ka wie mans schreibt)^^
Juni 23, 2008 um 8:08 |
Okay, der Sinn war noch erkennbar und es stimmt. Gratuliere! ^^
Hier, nimm deinen Keks.
Juni 24, 2008 um 7:24 |
Weeeeeeee=^-^= *Keks Schnap und wegrenn*