Eine weitere (und vorerst letzte
) Episode meiner Suche nach dem richtigen Rasierwerkzeug, nachdem der elektrische Rasierer ja damals seinen Geist aufgab und ich mich – nachdem ich den Gedanken mir nun doch einen Vollbart wachsen zu lassen erstaunlich rasch wieder verwarf – bis dato mit diesen Einwegrasierern von gar zu wild wucherndem Gesichtsfell befreite.
Diese halten aber nicht ewig, was ja in ihrer Natur liegt, so dass ich mich nach einer dauerhafteren Lösung umsah. Erfreulicherweise gab es von Seiten meiner Leserschaft manche Vorschläge oder Empfehlungen. Die Weltenwanderin erwähnte einen Gilette Mach 3 Turbo, den sie später ihrem Ingenieur vermachte und auch von ihm erfolgreich eingesetzt wurde. Die Klingen halten auch bei ihm recht lange, sagte sie. Felicat verkündete die Vorzüge eines Gilette Fusion und sigurd verwendet wiederum einen Mach 3, mit dem er auch zufrieden ist. Damit im Kopf fand ich mich dann im dm vor dem entsprechenden Regalsegment wieder und nahm mir die verfügbaren Artikel von Gilette vor. Schon bald hatte ich zwei Geräte in der engeren Wahl. [...]
Zum einen irgendeinen Mach 3 – Nachfolger, zum anderen einen etwas teureren Fusion Power Stealth. Wüsste man es nicht besser, käme man nicht sofort auf die Idee, dahinter Werkzeuge für die Nassrasur zu vermuten, was? ^^ Also, einerseits eher schlichter Rasierer mit 3 Klingen, andererseits so ein etwas neumodischeres Dingens mit 5 (!) Klingen und hinten noch einer extra-Klinge – eine “Präzisions-Trimmer-Klinge” für Koteletten, den Bereich unter der Nase oder Bartkanten – uuuuuuund: einer Batterie für den eingebauten Elektromotor. Für sanfte Microimpulse. Fragt mich nicht was das bedeuten soll, aber hey… Scharfe Klingen und Elektrizität, das ist doch mal eine interessante Kombination!
Genau, letzten endes hörte ich wohl eher auf Felinchen (auch wenn ich normalerweise nicht versuche, jeglichen Bartschatten aus meinem Gesicht zu tilgen
) und nun nenne ich eben dieses Stealth-Fusionspower-Dings mein eigen. Fragt mich nicht warum, aber besonders reizvoll finde ich irgendwie auch dieses kleine Stück metallic-orangefarbenes Blech auf der Oberseite des Klingenmoduls. Und natürlich musste ich gleich ausprobieren, was es mit diesen Microimpulsen auf sich hat… Also, Batterie eingelegt, das Teil in die Hand genommen – ohne die Absicht meinem Gesichtsfell zu Leibe zu rücken, nur einfach mal so – und auf das Knöpfchen gedrückt. *vrrrrrrrrrrrrrrr* Und ausschalten. Und nochmal ein. *vrrrrrrrr*. Und wieder aus. Hey, ist ja toll, das Ding vibriert!
Ist ja irgendwie schon ein wenig pervers, aber was solls. Was haben die sich dabei gedacht? Vermutlich sassen da mal ein paar Ingenieure zusammen und beratschlagten, was man an so einem Rasierer noch verbessern könnte. Noch mehr Klingen? Nee, irgendwann wirds alt. Klingeltöne? Hm, auch ned so der Hit. Aaaber… Klingeltöne… Handy… Hey, wie wäre es wenn wir das Ding vibrieren lassen würden? Todesgeil! etc. Keine Ahnung was das soll, ich muss da einfach an dieses Bild von einer wohl 15 kg schweren Halsfessel aus Edelstahl denken, von der mal jemand bei FA ein Bild gepostet hat und alle in den Kommentaren ihr Entzücken für dieses Spielzeug äusserten, nur einer fragte ganz gelassen: “So… does it vibrate, too?” xD
Also, wie dem auch sei, mein Rasierer vibriert jedenfalls. Ich kann ihn genauso wie ein Mobiltelefon über den Schreibtisch wandern lassen, er dreht sich immer gegen den Uhrzeigersinn (wie mehrmalige Tests ergaben). Das Teil einem anderen Verwendungszweck zuzuführen erübrigt sich meines erachtens jedoch: Der Griff, welcher teilweise sogar mit rutschhemmenden Rillen versehen ist, vibriert im Grunde garnicht, lediglich der Teil mit den Klingen. Und dieses Ende möchte man wohl in keiner Körperöffnung haben… Klar, man kann die Klingen abnehmen, aber… Naja, es ist ein Nassrasierer, Punkt! ^^
Schreiten wir also zum Praxistest, der zugleich eine art Härtetest darstellt, da ich mich schon länger als gewöhnlich nicht mehr rasiert habe! (Aber vor dem Sonntag wollte ich mich auch nicht mehr rasieren…)
Mit einem Wort: Yay!
Wesentlich angenehmer als mit diesen Einweg-Dingern. Vor allem kann man die Klingen besser mit Wasser ausspülen und sie verstopfen nicht so leicht. Und überhaupt ist es mit einem “richtigen” Gerät einfach… besser. Besonders spürte ich das am Hals, da entuppt sich der Fusion Power doch als deutlich angenehmer und sanfter als die vergleichsweise kratzigen Einweg-Teile. Ich konnte zwar nicht wirklich feststellen ob die Vibration eine spürbare Verbesserung mit sich bringt, aber schaden tut sie auch nicht und fühlt sich – etwa am Hals – irgendwie auch ganz nett an. ^^ Ja, ich denke “sanfter” trifft es eigentlich so ziemlich. Auch die einzelne Klinge auf der Rückseite ist ganz praktisch an “komplizierteren” stellen, wo man mit dem Ding – wegen dem grösseren “Kopf” – doch eher schlechter hinkommt als mit den Wegwerfteilen.
Jedenfalls: Ich bin zufrieden. ^^
Juni 2, 2008 um 2:34 |
hm vielleicht kann man noch gewisse Aufsätze für den Vibrierteil anstelle der Klinge kaufen^^
Juni 2, 2008 um 3:46 |
Hm, weisst du was? Das halte ich im Prinzip nichtmal für unmöglich…
Juni 2, 2008 um 5:21 |
Es gibt auch Leute, die ihre elektrische Zahnbürste missbrauchen…
mal so interessehalber: Macht einem ein vibrierender Rasierer nicht Angst? Ich meine, aaaah vibrierende Klingen? Ich hab das in der Werbung nie kapiert, was das soll, und mich auch nie getraut, das auszuprobieren…
Juni 2, 2008 um 6:14 |
Ja, da war doch in diesem Blog von der Zeit mal was? *g* Da gibts tatsächlich entsprechende Aufsätze. Nur halte ich das dann von der Grösse her wieder für eher suboptimal. (Um jetzt nicht in diesem Kontext das Wort “unbefriedigend” zu gebrauchen. *g*)
Angst? Nein. Es ist ja nicht so dass die klingen wild herumzucken oder so.
Es vibriert halt leicht und ich kann mir schon vorstellen, dass das der Rasur ein wenig förderlich ist. Eventuell so wie infinetisimal kurze Sägebewegungen oder sowas, keine Ahnung. Einen spürbaren Unterschied konnte ich bislang ja auch nicht feststellen, aber es schadet zumindest nicht. ^^