Fragen…
Mal ein paar eher melancholische Gedankenfetzen die gestern Nachmittag im Bus über mich hereinbrachen: [...] Irgendwas sollte sich langsam besser ändern. Keine Ahnung was genau, aber… naja. Worauf warte ich denn? Irgendwie habe ich den Eindruck die ganze Zeit auf etwas zu warten, die Frage ist nur: Worauf? Eine Frage der ich eher aus dem Weg gehe, die Antwort ein wenig fürchtend. Ich glaube ja nicht gerade dass die Antwort “Das Leben” lauten würde, aber vielleicht so in die Richtung? (Irgendwas muss da doch sein?) Hrm… Irgendwann mal gründlich nachdenken. Aber nicht jetzt. (Seht ihr? Schon wieder! Sachen vor sich herzuschieben ist so einfach…)
Überhaupt gibt es so ein paar Fragen über die man nicht näher Nachdenken möchte, weil einem die Antwort möglicherweise nicht gefallen (oder sehr verwundern) würde. Fiktive Situationen, von denen man hofft dass sie nie eintreten werden, weil man nicht weis wie man sich Verhalten würde, welche Entscheidungen man treffen würde. Und wie man damit zurechtkäme. Andererseits diese Situationen doch mit einer gewissen Neugier betrachtet, sollten sie einmal kommen. Um dann zu sehen wie man sich entscheidet, etc.
So eine art Abwandlung von dem Spruch “Wie kann ich wissen was ich denke, bevor ich höre was ich sage”, irgendwie. Woher soll ich wissen wer ich bin bevor ich weis was ich mache? Ja, wer bin ich überhaupt? Und warum? (Was soll das überhaupt?)
Seltsam, das alles. Und klingt wohl wesentlich dramatischer als es eigentlich ist. So, genug davon! np: Nightwish - Elvenpath
März 20, 2008 um 3:08 Uhr nachmittags
Denk nicht über das fiktive Zeug nach. Wenn es soweit kommt, ist sowieso alles anders, und du forderst es mit Nachdenken nur heraus… “selbsterfüllende Prophezeihung” und so. Die Neugier ist dann schlagartig verschwunden.
Und über den Rest… du weißt ja, dass es mir nicht viel anderes geht, was soll ich also sagen…
März 20, 2008 um 3:13 Uhr nachmittags
“Wenn es soweit kommt, ist sowieso alles anders”: Davon ist auszugehen, ja. Überhaupt soll man nicht so viel nachdenken, schätze ich. Genauso wie ich es mir abgewöhnen sollte manchmal jeden Satz dreimal im Kopf umzudrehen bevor ich ihn sage. ^^
März 20, 2008 um 3:27 Uhr nachmittags
“Genauso wie ich es mir abgewöhnen sollte manchmal jeden Satz dreimal im Kopf umzudrehen bevor ich ihn sage. ^^” Was für den Zuhörer echt grauenhaft ätzend sein kann, wenn er ganz dringend eine Antwort braucht. Sagen, falsch verstehen lassen, erklären, oder es im besten Falle gleich richtig ankommen lassen.^^
März 20, 2008 um 3:34 Uhr nachmittags
Naja, wenns dringend ist sag ich schon was ohne vorher in einer ewigen Wartschleife zu versinken. *g*
Meistens besteht dieses Problem beim Beginnen eines Gesprächs.
März 20, 2008 um 8:17 Uhr nachmittags
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März 20, 2008 um 8:19 Uhr nachmittags
naja, smalltalk ist nicht jedermanns sache (schon gar nicht jederMANNs). die situation kenn ich übrigens… wie schneeroeschen schon sagte, nur nicht zuviel drüber nachdenken. manchmal passiert sowas schneller als man denkt…
“Sagen, falsch verstehen lassen…”
… repeat. darin bin ich wohl weltmeister ^^
März 20, 2008 um 8:23 Uhr nachmittags
@gingerwolf: Hm, leider hatte ich bisher noch nicht die Eier damit Fragen in Prüfungen zu beantworten. *g*
@kurai: Ich bin da zum Teil eher ein Freund des konstruktiven Schweigens. ^^ (hm, ich glaub da gibts von xkcd auch was?)
März 20, 2008 um 11:19 Uhr nachmittags
Hier ne nette Kolumne zum Thema Smalltalk:
http://www.klopfers-web.de/kol50.php
(die Seite kennt bestimmt der ein oder andere hier, oder?)
btw: so philosophisch angehauchte Blog-Einträge sind wir gar nicht von dir gewohnt, Markus.^^
März 21, 2008 um 12:58 Uhr nachmittags
“Insofern bleibt mir eigentlich nur, Mädchen dort kennenzulernen, wo sich automatisch ein Thema ergibt, was beide Gesprächspartner interessiert. Wo das ist, versuche ich noch herauszufinden. Wird schon irgendwie klappen. Muss ja, ne?”:
Erstaunlich weise Worte!
“so philosophisch angehauchte Blog-Einträge sind wir gar nicht von dir gewohnt, Markus.^^”:
Na, muss doch auch mal sein. Aber mich selbst wundert es auch. ^^
März 22, 2008 um 7:37 Uhr nachmittags
Letztendlich ist Leben ja doch das, was passiert, während man noch Pläne dafür macht… Zu viel Grübeln bringt nur graue Haare und man schläft schlecht… also nix gut. Manchmal denk ich mir, dass dumme Menschen es einfacher im Leben haben, weil sie nicht über jeden Scheiß Gedanken wälzen. Aber: Wollen wir das wirklich?
@kurai: Smalltalk ist so ziemlich das Schlimmste! Dass es Leute gibt, die elegant vom Wetter zum Urlaub über die neuesten Fashiontrends schwenken um dann beim angesagtesten Club zu landen… da könnte mir grün im Gesicht werden… Inhaltslose Gespräche ersterben bei mir immer recht schnell und man schweigt sich an…
Und was im Privaten schon desaströs ist, kann auf beruflicher Ebene schnell richtig ätzend werden… Ich hasse es mit Lreuten reden zu müssen, mit denen ich wahrscheinlich unter normalen Umständen nicht mal ein Bier trinken gehen würde.
März 22, 2008 um 7:51 Uhr nachmittags
“Manchmal denk ich mir, dass dumme Menschen es einfacher im Leben haben, weil sie nicht über jeden Scheiß Gedanken wälzen.”: Ha! Genau das denke ich mir auch oft! Und ich fürchte, die haben es auch einfacher…
März 22, 2008 um 8:30 Uhr nachmittags
““Manchmal denk ich mir, dass dumme Menschen es einfacher im Leben haben, weil sie nicht über jeden Scheiß Gedanken wälzen.”: Ha! Genau das denke ich mir auch oft! Und ich fürchte, die haben es auch einfacher…”
Ganz genau das hab ich mir auch schon oft gedacht, und es ist echt so dass jemand, der nicht so mit Intelligenz gesegnet wurde, z.B. weniger Probleme hat, glücklich zu sein. usw.
März 22, 2008 um 9:05 Uhr nachmittags
Eigentlich gemein. ^^ Gut, man kann aber auch schlecht sagen “Du bist so viel blöder als ich, du hast gefälligst todunglücklich und wimmernd durchs Leben zu kriechen!”. *g* Aber irgendwie ist es doch seltsam…
Klar, die “Dummen” wissen ja nicht was sie verpassen. Gut, das wissen wir auch nicht. Und ich kann mir vorstellen dass sehr (sehr sehr) viel Wissen auch wieder irgendwie ein zweischneidiges Schwert ist: Einerseits kann man sich eifnach viel mehr Dinge erklären, weis mehr, sieht irgendwelche fantastischen Zusammenhänge, was weis ich - andererseits verliert ev. auch vieles irgendwie seinen Reiz wenn man es ganz klar, nüchtern und Sachlich betrachtet.
Mal abgesehen davon dass man ja bekanntlich umso mehr weis was man alles nicht weis, je mehr man weis.
Interessantes Thema, eigentlich.
Als “Gegenpol” vielleicht noch eine Ansicht die mal ein Freund von mir geäussert hat und die ich in gewissem Sinne auch teile: Als Tier hätte man es eigentlich so viel besser, man müsse sich z.B. mit Statistik und Strömungslehre (das lernten wir gerade als sich dieses Gespräch ergab) herumplagen. Da reicht dann schon ne Höhle zum schlafen, was zu fressen und ne Möglichkeit sich fortzupflanzen (gut, er hats etwas anders formuliert. *g*). Ist jetzt zwar auch nur recht oberflächlich betrachtet, aber irgendwie ist doch was wahres dran.
Na, scheinbar hat alles so seine Vor- und Nachteile: Dummheit, hohe Intelligenz und “tierische Primitivität”.